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MIT KERZEN HABEN SIE NICHT GERECHNET

Berlin, Oktober 2015

Unter dem Titel "Mit Kerzen haben sie nicht gerechnet" zeichnen sie in Interviews, Reportagen und Chronologien die entscheidenden Ereignisse der Jahre 1989 und 1990 nach. Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) empfahl die Neuerscheinung am Donnerstag in Berlin als "Pflichtliteratur an Schulen", damit nachwachsende Generationen die Geschehnisse der friedlichen Revolution eingängiger verstehen können.

Würdigung der Westjournalisten

Viele der Buchautoren begleiteten die friedliche Revolution, unter ihnen Karl-Heinz Baum, der als Westkorrespondent für die "Frankfurter Rundschau" aus der DDR berichtete heute freier Mitarbeiter des epd ist. Die Texte in dem mehr als 200 Seiten zählenden Werk spannen den Bogen vom Anwachsen der DDR-Oppositionsbewegung in den 80er Jahren bis zum 3. Oktober 1990. Es handelt sich um Agenturtexte, die zeitnah zu den jeweiligen Jahrestagen veröffentlicht wurden.

Das Buch "Mit Kerzen haben sie nicht gerechnet" ist in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen. epd-Chefredakteur Thomas Schiller sagte bei der Buchpräsentation in Berlin, die DDR-Berichterstattung gehörte über Jahre zum Markenzeichen der protestantischen Nachrichtenagentur. Stolpe würdigte die Rolle der akkreditieren Westjournalisten in der DDR. Diese hätten die Probleme im Land beschrieben, aber mit Augenmaß kommentiert.