“DANKE AMERIKA”

November 2014

Herrn Botschafter John B. Emmerson

Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika

B e r l i n

In einer Zeit, in der vor allem Amerika in der deutschen Öffentlichkeit häufig wegen seiner Politik in der Kritik steht, statten diese Berliner ihren Dank dafür ab , daß die Vereinigten Staaten seit 1945 in dieser Stadt gemeinsam mit den beiden anderen Schutzmächten Großbritannien und Frankreich für die Sicherheit und Freiheit von West-Berlin eingetreten sind und sie über Jahrzehnte garantiert haben.

Bei dieser Kundgebung ohne Ansprachen oder Bekundungen werden unter anderem auch die unvergänglichen Worte von Präsident John F. K e n n e d y bei seinem Berlin-Besuch im Juni 1963 eingespielt „Ich bin ein Berliner…“ Dies bleibt unvergessen in den Herzen der Berliner, denn er machte damit die Sicherheit des freien Berlin zur Frage der Sicherheit Amerikas.

Unvergessen auch, daß die Präsidenten Jimmy Carter, Richard Nixon und der spätere Präsident Lyndon B. Johnson durch ihre Visiten immer wieder den Bürgern dieser Stadt inmitten eines kommunistischen Umfeldes Mut machten und sie zuversichtlich stimmten .

Unser Transparent trägt die Inschrift der Freiheitsglocke im Rathaus Schöneberg, ein Geschenk der Bürger Amerikas an die Berliner. Sie enthält den unvergänglichen Satz „Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen.“

Dies war über Jahrzehnte das Leitmotiv amerikanischer Politik für und um Berlin – dafür danken wir Ihnen.

 

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“DANKE GROßBRITANNIEN”

Novemver 2014

Herrn Botschafter Simon Mc Donald

Vereinigten Königreiches von Großbritannien

B e r l i n

… eine Gruppe von Berliner Bürgern - parteipolitisch neutral und unabhängig in jeder Hinsicht - will anläßlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls mit einer stillen Mahnwache daran erinnern, was diese unmenschliche Grenze nach 28 Jahren zu Fall gebracht hat:

Das nie nachlassende und feste Eintreten der drei Schutzmächte Amerika, Großbritannien und Frankreich für die Sicherheit und den starken Schutz der Berliner im freien Teil der Stadt!

Großbritannien hat in der Vergangenheit wesentlich zum Überleben und zum Wohlergehen des westlichen Berlin beigetragen: Es fing mit dem Einsatz der britischen Armee während der Hungerblockade 1948/49 an, als viele Güter über den Flugplatz Gatow in die Stadt gelangten. Britische Soldaten standen jahrzehntelang an der Grenze Berlins zum kommunistischen Umland und schützten die Berliner. Später kam der Schutzschild der NATO hinzu, den dieses überlebenswichtige westliche Bündnis um das freie Berlin zog.

Wir Berliner erinnern uns auch gern der Besuche Ihrer Majestät, der Queen, vor und nach dem Mauerfall, der Visiten des Prinzen of Wales, Charles, und vieler Mitglieder der königlichen Familie. Sie waren stets ein Zeichen gegenseitiger Sympathie und Zuneigung. Das „British Centre“ trug wesentlich zum Kulturleben der Stadt bei. Die Sender BFN und BBC waren in Berlin ebenfalls sehr populär.

In einer Zeit, in der in der deutschen Öffentlichkeit überwiegend kritisch über die Politik in unseren westlichen Nachbarländern berichtet wird, wollen wir ein Zeichen der dankbaren Erinnerung an die Verdienste auch Ihres großen und bedeutenden Landes um die Freiheit Berlins setzen.

 

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“DANKE FRANKREICH”

November 2014

Herrn Botschafter Philippe Etienne

Botschaft der Republik Frankreich

B e r l i n

„Wir sagen Danke für 70 Jahre Frieden und Sicherheit“

Der 25.Jahrestag des Falls der Mauer 1989 bildet für uns Berliner – parteipolitisch nicht gebunden – den willkommenen Anlaß, unseren drei Schutzmächten über Jahrzehnte hinweg für Ihr Engagement, für ihren Einsatz und für ihren unablässigen Schutz der Berliner im freien Teil der Stadt zu danken.

Frankreich stand immer fest an der Seite der West-Berliner, und wir haben gern im damaligen „Secteur Francais“ gelebt. Der Einsatz Ihres Landes für unsere Freiheit und unser Wohlergehen begann bereits während der Hungerblockade 1948/49, als der französische Stadtkommandant die Sendetürme des kommunistischen „Berliner Rundfunks“ neben dem Flughafen Tegel sprengen ließ, weil sie die Landungen der Luftbrücken-Flugzeuge behinderten. Frankreichs Soldaten waren stets ein Teil des Berliner Lebens . Viele meiner Landsleute gingen ins „Maison de France“ oder waren mit Franzosen befreundet.

In lebhafter Erinnerung ist uns auch noch der Besuch von Staatspräsident Francois Miterrand 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlins.

„L’amiti´e“ war kein Fremdwort, sondern wurde als wahre Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen gelebt.

In einer Zeit kritischer Auseinandersetzung der deutschen Öffentlichkeit auch mit der französischen Politik wollen wir stattdessen an die Wurzeln deutsch-französischer Freundschaft erinnern, wie sie hier in Berlin gelegt worden sind.

 

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